Unsere Stillreise (Teil 1)

Stillen. Ein Thema zu dem es super viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt. Ich möchte euch in diesem Beitrag gerne von unserer Stillreise erzählen und wie wir abgestillt haben.



Laut der WHO ist Stillen die beste Ernährung für Säuglinge und es wird empfohlen mindestes 6 Monate, noch besser sogar 24 Monate, zu stillen. Aber nicht nur die WHO sondern viele Studien zeigen, dass Muttermilch wirklich das Superfood schlecht hin ist. Sie enthält alle wichtigen Stoffe die dein Baby braucht, bildet Antikörper für Krankheiten, ist am Anfang dünnflüssiger für den Durst, für den Hunger, ist sie dann dickflüssiger. Nachts ist deine Milch sogar reichhaltiger, da dein Körper sich voll und ganz aufs Milchproduzieren konzentrieren kann und die Energie nicht anderweitig braucht. Und nicht zu unterschätzen ist natürlich auch die tröstende Wirkung des Stillens. Nicht nur für die Babys ist stillen gut, auch für die Mama: die Gebärmutter bildet sich schneller zurück, die Schwangerschaftspfunde purzeln schneller und das Risiko für Brustkrebs sinkt.

Aber, wenn das Stillen nicht klappt, oder man Brust-Entzündungen bekommt, oder einfach nicht stillen mag, dann ist das auch total in Ordnung. Auch Babys die Milch aus Milchpulver im Fläschchen bekommen, werden groß und stark ;).

Hier gilt für mich leben und leben lassen. Ohne zu urteilen! Lasst doch die Mamis stillen die stillen mögen, und lasst die Mamis Flasche geben die das möchten, oder müssen. Lasst die Mamis die stillen so lange stillen wie es für sie richtig erscheint, das kann für manche drei Monate sein, für andere wiederum 2 Jahre. Man darf gerne seine Meinung zu dem Thema äußern, aber diese Fragen wie: „Stillst du etwa immer noch“ oder „Wie, du stillst nicht…?“ sind oft nervig und müssen meiner Meinung einfach nicht sein.

Bei uns hat das Stillen sofort von Anfang an geklappt und Maya hat kein einziges Mal ein Fläschchen bekommen. Und stillen half wirklich einfach gegen alles. Egal ob Hunger oder Durst, beim Weinkrampf oder Bauchweh, bei ner Beule oder beim Zahnen, wenn Maya müde war oder einfach ganz viel Nähe brauchte. Aber Mama musste natürlich lange Zeit überall hin mit. Das war für mich und Maya total fein und ok.


Maya ist nun 14 Monate und wir haben jetzt gerade abgestillt. Als Maya 11 Monate alt war habe ich beschlossen, so langsam, nach und nach abzustillen. Ich glaube Maya hätte noch ewig an der Brust weitergetrunken. Hätte ich sie den Zeitpunkt des Abstillens bestimmen lassen, wäre das wahrscheinlich in 3 Jahren ;). Obwohl wir Maya sehr bedürfnisorientiert erziehen, musste hier Mamas, also mein, Bedürfnis einfach mal vorgezogen werden. Maya kam nachts teilweise stündlich oder alle 2 Stunden und ich war mit meinen Energiereserven am Ende. Ich fühlte mich total ausgezehrt, ausgetrocknet und teils energielos. Trotzdem versuchte ich meiner Tochter die Zeit zu geben um liebevoll abzustillen.

Und so ging das Abstillen bei uns (Teil 1):

Maya war 11 Monate als wir beschlossen haben erst mal tagsüber abzustillen. Und haben in kleinen Etappen gestartet: Die ersten Tage durfte sie noch an die Brust bevor sie ihre zwei Schläfchen am Tag machte. Dann haben wir die Milch vor dem Nachmittagsschlaf gestrichen und dann ein paar Tage später gab es untertags keine Muttermilch mehr. Sie war eigentlich gleich ok damit. Ich habe sie viel abgelenkt, wir haben mehr Snacks gegessen und ich habe ihr viel Nähe geschenkt (nur umziehen konnte ich mich vor ihr nicht ;)). Anstatt beim Stillen einzuschlafen, habe ich sie erst mal in den Schlaf getragen oder gewogen, Kinderwagen und Radl-Anhänger bzw. Auto waren auch gute Schlaforte. Die Milch hat sie anscheinend gar nicht so vermisst. Für mich war das Abstillen tagsüber in Etappen auch gut so, denn mein Körper musste sich ja auch erst mal an die Veränderung gewöhnen und weniger Milch produzieren. Die ersten Tage war meine Brust abends super voll und hat teilweise schon wehgetan und gespannt. Eine Erlösung wenn Maya endlich ins Bett musste. Wenn es gar nicht ging, habe ich warm geduscht und Milch etwas ausgestrichen, und die Brust kühlen tat auch gut. Unterstützend habe ich Phytolacca Globulis genommen, meist Abends, wenn der Druck in der Brust immer größer wurde. Da Minze und Salbei milchhemmend wirken sollen, habe ich außerdem viel Minz-Tee getrunken.


Fazit: Das Stillen am Tag weglassen, bei uns kein Problem. Wir mussten uns nur eine andere Variante überlegen das Kind in den Schlaf zu begleiten (wenn man zum Einschlafen gestillt hat).


Im nächsten Beitrag erfahrt ihr dann wie das Abstillen Nachts bei uns geklappt hat!


Ich freu mich über euer Feedback und eure Erfahrungen die ihr mit dem Stillen gemacht habt!


Namaste,


eure Anne


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