Das erste Jahr mit Baby

Das erstes Jahr ist vorbei. Verrückt wie schnell dann doch die Zeit vergeht. Hier kommt mein Erfahrungsbericht von unserem ersten Jahr mit dem Zwerg.





Unglaublich, gefühlt war ich gerade noch hochschwanger und wir waren unsicher was uns erwartet und freuten uns gleichzeitig richtig auf unser Baby. Man malt sich die Zukunft mit Kind so aus und stellt sich vor wie das alles werden könnte. Doch dann wirds total anders. Kennt ihr das auch?


Ich hatte im Gefühl, dass Maya früher kommt und so war es dann auch. Wir waren noch mit Freunden am See, danach im Biergarten, es war ein toller Sommertag. Und schwubdiwub, um 2 Uhr nachts hatte ich einen Blasensprung. 12 Stunden später war Maya dann endlich da. Die Geburt war schon heftig, die Wehen die sich über 10 Stunden zogen - doch dann wurde man mit diesen kleinen Wesen belohnt! Ein unbeschreiblich Gefühl.


Zuhause musste sich natürlich erst mal alles einpendeln. Wie klappt das alles mit Stillen, Wickeln, Baden, Schlafen...? Stillen hat von Anfang an geklappt, Wickeln war auch kein Hexenwerk und geschlafen hat Maya super viel die ersten Tage. Auch Nachts. Da es mir sehr gut ging, haben wir gleich Besuch empfangen. Natürlich erst mal nur Familie und auch nur kurze Besuche. Wir haben die Kennenlern- und Kuschelzeit zu dritt genossen und doch haben wir uns gefreut unser Baby endlich der Welt zeigen zu können. Sie war aber auch unglaublich süß, so klein und zerbrechlich und anschmiegsam (aber das sagt bestimmt jede Mama von ihrem Kind ;)). Die Welt stand einfach mal still. Die ersten Wochen habe ich nichts mitbekommen, was sonst so los war. Wir waren in unserer kleinen Baby-Bubble. So schön! Doch der Alltag kam natürlich. Wir lernten mit Baby zu leben. Maya war ein ein volles Tragebaby. Sie hat am besten im Tragetuch geschlafen, ganz nah bei Mama. Kinderwagen war erst mal uncool. Da es jedoch jeden Tag über 30 Grad hatte, bin ich mit dem Tuch ganz schön ins Schwitzen gekommen... Auch in unserer Wohnung war es super heiß - Dachgeschoss. Also sind wir spontan umgezogen: mit den Wohnwagen an den Pilsensee, dieser ist zwar nur 30 Minuten von Zuhause entfernt, trotzdem hat es sich wie der erste Urlaub angefühlt. Freunde kamen jetzt an den See und es wurde gegrillt, gebadet und die Sommertage genossen. Maya hat gut mitgemacht, aber ihre Schreiphasen hatte sie natürlich auch am See.


Als Maya 2 Monate alt war, stand der erste richtige Urlaub an: mit dem Wohnwagen durch Schweden. Wir waren einen Monat unterwegs. Das schönste war die Zeit zu Dritt, die Entlastung durch den Papa und einfach der Ortswechsel. Wir waren viel draußen, Spazieren, in der Natur, haben kleine Orte erkundet und Maya zum ersten mal das Meer gezeigt. Und sie bekam leckere Zimtschnecken - natürlich indirekt ;). Maya hat im Urlaub zum ersten Mal laut gelacht und sich von Rücken auf Bauch gedreht. Als wir zurück in München waren, war Maya gerade 3 Monate alt und gar nicht mehr so das zerbrechliche Baby. Yes, die ersten drei Monate sind geschafft. Diese waren meiner Meinung nach die anstrengendsten. Man musste noch so viel lernen, wusste oft nicht was los war, warum das Baby gerade jetzt weinte, etc. Wir lernten uns Kennen.


Immer wieder etwas Neues, Maya entwickelte sich stets weiter, veränderte sich. Ich habe wieder Yoga unterrichtet und Maya war beim Mami-Baby-Yoga natürlich dabei. Außerdem gings ins Babyschwimmen und zu den diversen Mami-Baby-Treffen. Der Austausch mit anderen Müttern war toll und für mich super wichtig. Man merkt plötzlich, dass man nicht alleine ist mit Schüben die das Baby macht, Nächte die man wach ist, etc. Leider hat sich Mayas Schlafverhalten geändert. Ab dem 4. Monat kam Maya etwa alle 2 Stunden nachts zum stillen, in manchen Nächten sogar noch öfter. Es half zum Beruhigen auch wirklich nur die Brust. Das war noch bis vor kurzem so.


Als Maya dann 6 Monate alt war haben wir Brei probiert. Die pürierte Karotte kam uns mit dem restlichen Mageninhalt wieder entgegen. So ging es auch bei allen anderen Gemüsesorten... Also haben wir die Beikost einfach noch verschoben. Mayas erstes Weihnachten stand dann vor der Tür. Ganz viel Familie und viel zu viele Geschenke. Leider nur ohne Schnee. Nach Weihnachten ging es dann für 3 Wochen nach Teneriffa und La Gomera. So gut, dass wir Anfang des Jahres noch im Urlaub waren, mit Corona und so. Maya war zu dem Zeitpunkt 7 Monate alt. Tolles Alter, sie konnte Sitzen und aus dem Buggy die fremde Welt erkunden. Zu dem Zeitpunkt fand sie Brotrinde und Hirsekringel ganz toll zum Lutschen. Und natürlich Mamas Milch. Alle Breiversuche sind gescheitert und wir haben beschlossen die Brei-Phase einfach zu überspringen. Ja und dann war der Winter auch schon fast wieder vorbei, das Wetter wurde besser und der Frühling kam so langsam, leider auch Corona. Somit fielen erst mal alle Mami-Baby-Treffen, Ausflüge auf den Spielplatz, Yoga, Playdates weg.


Für mich war das schönste Alter ab 9 Monaten. Man konnte so viel mit Maya anfangen. Sie bewegte sich langsam fort, brabbelte vor sich hin, lachte jeden an der ihr entgegen kam, sie schaute Buch an und liebte es zu baden.


Jetzt mit 11 Monaten, hab ich das Gefühl, dass sie jeden Tag was Neues lernt, und wenn es nur ein anderer Ton ist. Man kann mit ihr spielen, man kann sie ärgern (das macht der Papa sehr gern), man kann mit ihr Radl fahren, sie isst mittlerweile bei uns mit, sie hat 2 Zähne, die Haare wachsen (yeah, endlich), sie sagt Mama und Papa (jedenfalls wenn sie Lust hat), sie liebt Schaukeln, sie zieht sich überall hoch, klettert am liebsten auf den Eltern herum und räumt Schubläden aus. Sie macht die ersten Schritte an der Hand und an ihrem kleinen Laufwagen, sie saust sogar mit ihrem Lauf-Vierrad durch die Wohnung. Es ist soooo schön. Und ich habe im Gefühl es wird noch schöner! Die Liebe zu diesem Kind wächst von Tag zu Tag.


Das ganze erste Jahr war total Maya gewidmet, ich hab ein Jahr (!) komplett für sie "geopfert". Dafür bin ich ja da und das habe ich auch sehr gerne gemacht, aber schon verrückt wenn man darüber nachdenkt. Ich finde es richtig toll alles mitzuerleben und jeden Schritt live zu sehen und bin super froh, dass wir erst mal nicht auf eine Kita angewiesen sind und ich die Zeit mit meiner Tochter verbringen darf. Mit ihr spielen, basteln, Quatsch machen, Bücher lesen, backen, Wald und Wiese entdecken...


Doch obwohl ich mir einiges anders vorgestellt habe, oder im Vorfeld anders "geplant" hatte war es ein wundervolles und aufregendes, wenn auch anstrengendes erstes Jahr mit Baby.


Wie war das erste Jahr für euch?


Namaste,


eure Anne


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